Befragung: Deutsche sehen positiven Einfluss durch die Digitalisierung

bitkom Umfrage
Die Ergebnisse zum Thema Digitalisierung sind eindeutig. Bild: Bitkom
85 Prozent der Deutschen finden, Digitalpolitik ist wichtig für Deutschland. Die Pandemie hat dabei Defizite im Digitalisierungsbereich aufgezeigt. Einen günstigen Einfluss hat eine beschleunigte Digitalisierung nach Ansicht der großen Mehrheit auch in den Bereichen Mobilität und Klimaschutz.

Das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern in Deutschland ist eindeutig: in den Bereichen Bildung, Mobilität und Klimaschutz erhofft man sich Fortschritte durch eine beschleunigte Digitalisierung. Neun von zehn Deutschen sehen positive Effekte für die Schulen, wenn die Digitalisierung vorangetrieben wird. Nur acht Prozent der Befragten rechnen dabei mit negativen Folgen.

Einen günstigen Einfluss hat eine beschleunigte Digitalisierung nach Ansicht der großen Mehrheit auch in den Bereichen Mobilität und Klimaschutz. Dies meinen jeweils sieben von zehn Deutschen. Dahinter folgen die Bereiche Verwaltung sowie Forschung und Innovation. Einen negativen Einfluss sieht hier jeweils nur etwa jede und jeder Vierte.

„Mit der Pandemie sind große Defizite bei der Digitalisierung zu Tage getreten, gerade in der Bildung. Angesichts der Probleme der Schulen, auf digitalen Fernunterricht umzustellen, sieht die übergroße Mehrheit der Wahlberechtigten die Digitalisierung der Bildung als besonders dringend an“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat.

„Die Wählerinnen und Wähler sehen in allen Bereichen, in denen die Herausforderungen besonders groß sind, einen positiven Einfluss. Wenn wir die Digitalisierung mit mehr Konsequenz und Tempo vorantreiben, können Schulen ihren Bildungsauftrag besser erfüllen, Wege von A nach B effizienter und nachhaltiger zurückgelegt und klima- und umweltpolitische Ziele sehr viel schneller erreicht werden”, erklärt Berg.

Neues Digitalministerium muss Digitalisierung koordinieren und vorantreiben

Eine besondere Verantwortung sieht die überwiegende Mehrheit bei der Politik. Hier beurteilen rund 37 Prozent aller Deutschen die Digitalpolitik als „sehr wichtig“ für die künftige Entwicklung des Landes. 48 Prozent schätzt diese als „eher wichtig“ ein. Insgesamt sehen damit 85 Prozent die Digitalpolitik als zukunftsweisend für die Entwicklung in Deutschland an.

Achim Berg begrüßt vor diesem Hintergrund die Bündelung von Digitalkompetenz im neuen Bundesministerium für Digitales und Verkehr: „Die Digitalisierung hat zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik einen festen Platz am Kabinettstisch. Nun muss sich in der Praxis zeigen, dass das Bundesministerium für Digitales und Verkehr die Digitalpolitik der Bundesregierung koordiniert und vorantreibt.“

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im Oktober 2021 wurden dabei 1.005 wahlberechtigte Personen ab 18 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Wie beurteilen Sie den Einfluss einer beschleunigten Digitalisierung in den folgenden Bereichen?“ und „Welche Bedeutung hat die Digitalpolitik für die künftige Entwicklung des Landes?“

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