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Kleine bis mittlere Unternehmen: Leitfaden mit Standard für BIM Planungsphasen entwickelt

Christine Hornbergs
Christine Hornbergs hat ein Software -Template entwickelt, um Unternehmen den Einsatz von BIM zu erleichtern. Bild: FH Münster/Frederik Tebbe
In ihrer Masterarbeit entwickelt Christine Hornbergs einen Leitfaden, mit dem BIM im planenden Unternehmen implementiert werden kann. Außerdem hat sie ein frei zugängliches Template für die die cloudbasierte Software-Plattform „Plannerly“ erstellt.

In ihrer Arbeit „Konzeptentwicklung für eine plattformgestützte Zusammenarbeit im Sinne der BIM-Methodik in der technischen Gebäudeausrüstung“ entwickelt Christine Hornbergs einen Leitfaden, mit dem BIM im planenden Unternehmen implementiert werden kann. Außerdem hat sie ein Template für die cloudbasierte Software-Plattform „Plannerly“ erstellt.

Mit dem „Plannerly“-Template hat Hornbergs einen Standard für Planungsphasen entwickelt, um zu visualisieren, was die Beteiligten bei einem Bau zu welchem Zeitpunkt zu liefern haben. „So kann jeder den Fortschritt und die Checkliste für die Arbeit am Gebäude einsehen. Die Plattform bringt Technisches und Organisatorisches zusammen“, erklärt die 30-Jährige. Das Template soll frei verfügbar sein und wird in naher Zukunft in der Bibliothek von Plannerly stehen.

Agile und transparente Plattform zur Koordination, Kollaboration und Verfolgung

Plannerly ist eine agile und transparente Plattform zur Koordination, Kollaboration und Verfolgung der Projektplanung mit BIM. Mit dem Ziel des open BIM Standards können alle Projektaktivitäten und Informationen des Bauwerks über den gesamten Lebenszyklus verwaltet sowie koordiniert werden. Laut Plannerly muss jedes Projekt einen optimierten BAP mit begründeten und nachvollziehbaren Definitionen zu den verlangten Lieferleistungen nachweisen. Dadurch können die gesetzten Visionen und Ziele auf Basis des Leitsatzes von Plannerly erreicht werden. Gleichzeitig führt es zu einer Optimierung der Projektprozesse.

Ein weiterer Grund für die Wahl von Plannerly ist, dass es primär ein transparentes Koordinations- und Kommunikationswerkzeug mit einer zusammenhängenden modularen Struktur sowie hinterlegten visuellen Prozessoptimierungstheorien ist. Diese Eigenschaften fehlen bei browserbasierten BIM-Management-Plattformen, die auf Grundlage einer Ordnerstruktur mit Dateiablage basieren.

Masterarbeit gewinnt Hochschulpreis

Christine Hornbergs, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt der FH Münster, gewinnt mit der Masterarbeit den Hochschulpreis. Jedes Jahr kürt das Präsidium gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde der FH Münster e. V. (gdf) auf Vorschlag der Fachbereiche die besten Abschlussarbeiten.

„Die Masterarbeit spiegelt sehr detailliert die aktuelle Situation bei der Anwendung der BIM-Planungsmethode in kleinen bis mittleren Planungsbüros wider“, resümiert Prof. Dr. Carsten Bäcker, der die Masterarbeit als Erstprüfer betreut hat. „Die grundlegenden Recherchen, Darstellungen des Standes der Technik, Untersuchungen zur strategischen Implementierung der BIM-Methodik sowie die Entwicklung des Werkzeugs führte Frau Hornbergs auf hohem wissenschaftlichen Niveau und mit einem beachtenswerten Zielerreichungsgrad durch.”

Leitfaden direkt aus der Praxis entwickelt

Für den Leitfaden hat Hornbergs eine Umfrage in einem Ingenieurbüro durchgeführt, das die Methodik bei sich gerade eingeführt hatte. Dort wollte sie herausfinden, welche Probleme bei der Arbeit mit BIM bestehen und darauf aufbauend herausstellen, wie der Prozess strukturiert werden kann.

Das Thema hat die Wissenschaftlerin interessiert, weil sie eine Masterarbeit verfassen wollte, von der die Branche profitieren kann. „In der Baubranche gibt es den Wunsch, die BIM-Methodik über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes anwenden zu können – vom Entwurf über den Bau bis zum Rückbau“, so Hornbergs. „Wer mit BIM arbeitet, kann Informationen über bestimmte Bauteile hinterlegen und zum Beispiel feststellen, ob Anlagen gewartet oder ausgetauscht werden müssen. Es entsteht ein digitaler Zwilling des Gebäudes.“

Derzeit ist die Veröffentlichung der Arbeit in Buchform im Springer-Verlag in Vorbereitung. Der Leitfaden ist dort integriert.

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